Lokale Agenda 21 Heilbronn

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Strukturkonzept Innenstadt-Nord (westlich Sülmerstraße)

Heilbronn die grüne Stadt am Neckar

Maßnahmenkatalog zum Strukturkonzept Innenstadt Nord


 

A. Wohnbebauung

Attraktives Wohnen in sozialer und kultureller Vielfalt

1.Entkernung und Entsiegelungsmaßnahmen in den Blockinnenbereichen

2.Die gestapelte Parkierung ermöglicht Gestaltungsfreiräume in den Innenhöfen.

3.Neuordnung der Blockstruktur entlang der Erhardgasse durch Umlegungen, damit gesundes Wohnen und Arbeiten mit Licht Luft und Sonne erst möglich wird

4.Energetische Sanierung in die Jahre gekommener Gebäude, evtl Wohnungszusammenlegungen für zeitgemäße Wohnungsgrundrisse sowie Balkonanbauten

5.Solaranlagen auf den nach Süden ausgerichteten Dachflächen

6.Begrünung der Querstraßen zum Neckar

7.Förderprogramme von Bund – Land – und Stadt als Anreiz für private Sanierungsmaßnahmen, Entsiegelung und Begrünung der Innenhöfe sowie einer Bündelung der Stellplätze in Quartiersgaragen.

B Verkehr:

Reduzierung des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt

1.Erschließungsschleife als Einbahnstraße Gerberstraße – Lammgasse

2.Abhängung des Straßenabschnitts Gerberstraße zwischen Rosengasse undLothorstraße

3.Alle anderen Straßen werden als Mischverkehrsflächen gestaltet und dienen nur fürAnwohner und Lieferanten als Verkehrserschließung

4.Weitere Maßnahmen:

5.Günstiges Bussystem, z.B. Kinder in Ausbildung fahren kostenlos, die Stadtgesellschaft solidarisiert sich und trägt gemeinsam ein kostenfreies innerstädtisches Bussystem, gratis Jahresabo für Familien ohne Auto oder mit nur einem Auto….

6.Bevorzugung von Fußgängern und Radfahrern in der Innenstadt, d.h. Überquerung großer Straßen in einem Zug, kürzere Wartezeiten (Ampelschaltung verändern), Ausbau der Radwege mit Aufstellstreifen vor Ampelanlagen, damit nicht in den Auspuffgasen gewartet werden muss, konsequente Freihaltung der Geh- und Radwege von parkenden Autos, die Gestaltung der Straßenquerschnitte dürfen sich nicht an der Technik des Autos orientieren sondern an der zwischenmenschlichen Kommunikation…

7.Einführung von carsharing und E-Bike-Stationen

8.Kleinteiliges Shuttlebussystem durch die Innenstadt

9.Die Parkgebühr für 2 Stunden in der Innenstadt muss mindestens einer Hin- und Rückfahrkarte mit dem Bus entsprechen.

10.Jahreskarten für kostenloses Parken in der Innenstadt muss einem Busfahrkartenjahresabo entsprechen.

11.Öffentliches Parken ausschließlich in Tiefgaragen und Parkhäusern. Doppelnutzung für Anwohner- und Kundenparken ermöglichen

12.Privates Parken in Tiefgaragen oder in gestapelten mechanischen Parksystemen so genannten Quartiersgaragen

13.Im öffentlichen Raum ausschließlich Kurzzeitparken für Anwohner, Handwerkerparkplätze, Ärzteparkplätze u.ä.

C. Einkaufen

Ein eigenständiger Heilbronner Weg kann nur bedeuten: Individualität statt Masse sowohl beim Einkaufen als auch bei den Events. Handel und Wohnen wird nicht nur verträglich sondern ergänzt sich.

1.Abkehr von starren, unflexiblen Großstrukturen

2.Heilbronn, die alternative Einkaufsstadt mit Gassenstruktur und Quartierscharakter mit Geschäften des täglichen Bedarfs

D. Sozial verträglicher Stadtumbau – soziale Mischung

1.Beteiligung der Bürger am Umstrukturierungskonzept so wie es das von der Stadt beanspruchte Förderprogramm „soziale Stadt“ fordert. Die Fördergelder gemäß der Auflagen nicht für Prestigeprojekte der Stadt einsetzen sondern für einen Stadtumbau der die Wohnqualität der Bewohner steigert und die Entstehung sozialer Netzwerke fördert.

2.Keine Verdrängung der angestammten Bevölkerung durch schrittweises Vorgehen der Sanierung und sozial verträgliche Mietsteigerung.


 

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